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User Experience 2.0

von Olivia Kallweit (Kommentare: 0)

Die zweite Microsoft Partnerkonferenz in Bremen mit weniger Produkten und mehr Inspiration

Einen Schritt voraus – unter diesem Motto eröffnete Sabine Bendiek, die seit Januar diesen Jahres Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland ist, die Deutsche Partnerkonferenz 2016.

Sie erklärte in der Keynote, wie die digitale Transformation voranschreite. Die größte Veränderung sei dabei, dass die IT nun nicht mehr das Tool sei, das die Unternehmensprozesse unterstütze, sondern tatsächlich in diese Unternehmensprozesse eingreife. Sie fährt fort damit, dass Microsoft sehr viel in die digitale Transformation investiert habe und auch die Art anpasse, wie die eigenen Mitarbeiter ausgebildet werden.

Das Internet der Dinge sei längst nicht mehr nur ein Thema für den Mittelstand. Während der SV Werder Bremen nicht nur der erste Fußballverein war, der bereits 1996 über eine eigene Internetpräsenz verfügte, so biete der Bundesliga-Verein inzwischen Media Streaming auf Basis von Azure an.

Sabine Bendiek ist ein Umdenken der Gesellschaft aufgefallen. Während die Anfänge der Cloud holprig waren, so kommen die Kunden nun von sich aus auf Microsoft zu und erkundigen sich nach Ideen und Anregungen. Eine der Hauptaufgaben von Microsoft bestehe aktuell darin, Partnern Beispiele für Cloud-Anwendungen zu geben und sie darin zu unterstützen, kreativ zu werden.

Sabine Bendiek sprach über die neue Welt des Arbeitens. Sie erzählt, dass Microsoft Führungen durch die neuen Räumlichkeiten in München anbiete oder diese für Veranstaltungen zur Verfügung stelle. Das neue Büro sei wie eine Art Technologie Showcase aufgebaut, in dem es darum gehe „wie man sein Wissen am besten an die Front weitergeben“ könne. In diesem Zusammenhang erklärt sie auch den Unterschied zwischen Industrie 2.0 und Industrie 4.0: Der Fokus liege nun auf Big Data, Real Time Datenverarbeitung sowie Machine Learning. Auch das Zurückspielen von Daten in diese Maschinen für eine flexible Prozessoptimierung sowie die Entwicklung neuer Produkt- und Geschäftsprozesse sei ein wesentlicher Unterschied.

Die Art, wie Menschen mit Maschinen interagieren, verändere sich. Dadurch, dass Computing überall um uns herum sei, werde erwartet, dass die Maschinen auch aufnahmebereiter werden. Das Tippen auf dem Smartphone zur Bedienung unterschiedlicher Apps würde der Benutzererfahrung nicht mehr gerecht werden. Die Anwender erwarten „Conversation as a Platform“: Sprachsteuerung soll zu durchgängigen Kommunikationsstrukturen führen.

Ferner erzählte Sabine Bendiek, dass Microsoft inzwischen Betreiber von mehr als 100 Rechenzentren in 40 Ländern sei. Dies spräche auch für die Erfahrung, die Microsoft im Bereich des Computing aufweisen könne, insbesondere was Sicherheit und Zuverlässigkeit des Betriebes angehe.

Seit dem 21. September sind nun auch die ersten Azure-Dienste aus der Microsoft Cloud Deutschland verfügbar. Das Datentreuhändermodell mit der T-Systems stelle sicher, dass die Daten ausschließlich deutscher Rechtsprechung unterliegen. Zu Anfang 2017 soll dann auch Office 365 über die Cloud Deutschland zur Verfügung gestellt werden und kurz darauf folge Dynamics 365, eine Weiterentwicklung von CRM Online.

Sabine Bendiek betonte, dass die Cloud auch open source unterstütze und erwähnte, dass open source aktuell nicht nur den größten Workload auf Azure darstelle, sondern zugleich der am schnellsten wachsende Bereich sei.

Microsoft Deutsche Partnerkonferenz 2016
Managementwechsel bei Microsoft: Floris van Heijst übergibt den Staffelstab für die Rolle als General Manager das Mittelstands- und Partnergeschäft an Gregor Bieler

Erste Halbzeit verpasst

Journalist und Reporter Daniel Bröckerhoff moderierte die anschließende Podiumsdiskussion zwischen Sabine Bendiek, Anette Bronder, Geschäftsführerin Digital Division bei T-Systems, Daniel Krauss, Geschäftsführer von FlixMobility und Dr. Arthur Kaindl, General Manager Digital Health Services bei Siemens Healthcare.

Herr Krauss konstatierte, dass es sein Unternehmen ohne die Cloud gar nicht geben würde. Allein die benötigten E-Mail-Server aufzusetzen und zu administrieren wäre in dem Start-Up nicht möglich gewesen. Aktuell stehe weiterhin ein Proof of Concept (POC) für Azure an.

Herr Kaindl stimmt mit ein. Die Patientendaten liegen bei der Siemens Healthcare klar im Fokus und gerade bei den bildgebenden Systemen entstehen riesige Datenmengen, welche jedoch um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen, diagnostiziert werden müssen.

Frau Bronder ergänzte, dass wir in Europa die erste Halbzeit der Digitalisierung verschlafen haben und nun Gas geben müssen. Der erste Schritt, die Digitalisierung umzusetzen, sei der Umzug in die Cloud.

Frau Bendiek erklärte, dass Microsoft ihrer Meinung nach zu recht einer der zwei großen Player im Cloud-Umfeld sei, von denen Azure in Umfragen die größten Wachstumschancen zugesprochen werden. Sie untermauerte dies damit, dass Microsoft von Feedback lebe und dass gerade weil sehr viele Kunden widergespiegelt haben, dass das Thema Datensicherheit für sie ein ausschlaggebender Faktor sei, die Deutschland Cloud aufgebaut worden ist.

Microsoft DPK 2016
„Vielleicht sind wir die letzte Generation von Menschen, die wissen wie es ist „offline“ zu sein“ – Gerd Leonhard

Science Fiction wird Science Fact

Der Futurist und Autor Gerd Leonhard begann seinen Beitrag zur Keynote mit der Feststellung, dass Musik das schlechteste Beispiel der digitalen Transformation sei. Die Musikindustrie hatte sich aus Angst vor Umsatzeinbußen jahrelang geweigert, die Musik über kostenpflichtige Streaming-Dienste anzubieten, was in dem Entstehen unerwünschter Download-Quellen resultierte.

Er setzt seine Rede fort mit der klaren Aussage, dass Business as usual „tot sei“. Es gebe immer mehr intelligente Assistenten und selbstfahrende Autos seien längst keine Utopie mehr. Er sprach über die Entwicklung der Vernetzung. Selbst Kühe würden vernetzt, um zu überwachen, was sie essen, wo sie sich hinbewegen und um zu kontrollieren, ob ihr Verhalten auffällig sei.

Der wichtigste der aktuellen Megatrends sei gemäß Gerd Leonhard die Datafication. Daten stünden in Zukunft im Zentrum aller Aktivitäten. In seinen Worten: „Data is the new oil“. Er brachte das Beispiel, dass wenn er heute ein paar Schuhe kaufe und ein paar Monate später neue Schnürsenkel benötige, ihm der Schuhverkäufer dann sagen könne wie viel und wie regelmäßig er gelaufen sei.

Gerd Leonhard ging noch einen Schritt weiter. Für ihn stehe bereits fest „Science Fiction ist Science Fact“. Das Erlernen neuer Sprachen werde uns in Zukunft von Maschinen abgenommen. Die Automobilbranche wandele sich: Teure eigene Fahrzeuge würden der Vergangenheit angehören, während der Trend zu Car Sharing oder electric vehicles gehe. Ein Beispiel für seine These ist, dass Walmart, der größte Verkäufer der Welt, einen geringeren Wert als das online Unternehmen Facebook habe.

In Zukunft würden Produkte weniger interessant sein. Der Trend entwickele sich weiter zu Experiences. Es seien die Erfahrungen, die nachhaltig sind. Der Wert eines Smartphones für 1.000 € sei nach drei Tagen vergessen, während der Familien-Wanderurlaub für 1.000 € ein Leben im Gedächtnis bleibe.

Microsoft Partnerkonferenz 2016
„Nutzen Sie die digitale Transformation und seien Sie mit uns einen Schritt voraus“ – Christoph Heiming, Director Partner Business und Development, Microsoft Deutschland

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