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Neue Workplace-Strategie sorgt bei WAGO weltweit für beste Verbindungen

von Olivia Kallweit (Kommentare: 0)

Mobiles Arbeiten von jedem Ort, schnellere Verfügbarkeit von neuen Applikationen und verbesserte Performance in den internationalen Niederlassungen: WAGO, ein weltweit führender Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik, hat mit Citrix-Technologien die Digitalisierung am Arbeitsplatz auf die nächste Stufe geführt.

Am Anfang steht immer eine Idee. Bei der Firmengründung von WAGO im Jahr 1951 war das Ziel, eine sicherere Alternative zum bis dahin üblichen Schraubanschluss in der Verbindungstechnik zu finden. Deshalb entwickelte das Unternehmen die Federklemmtechnik, die seitdem zum Industriestandard geworden ist. Ob in Schaltschränken und Verteilerdosen, auf Tragschienen oder in Leitungskanälen – die Klemm- und Verbindungssysteme von WAGO sind aus der Elektrotechnik längst nicht mehr wegzudenken. In den 1990er Jahren baute das Unternehmen mit dem Geschäftsbereich Automation ein zweites erfolgreiches Standbein auf und zählt heute auch bei I/O-Systemen, Interface-Bausteinen und Stromversorgungen zu den international führenden Anbietern.

WAGO beschäftigt weltweit mehr als 7.000 Mitarbeiter, ca. 2.000 davon alleine im Stammhaus in Minden/Westfalen. Rund 1.000 Mitarbeiter entwickeln, produzieren und prüfen am zweiten deutschen Logistik- und Produktionsstandort in Sondershausen/Thüringen. Darüber hinaus gehören zur Unternehmensgruppe heute Tochtergesellschaften und Vertretungen auf allen Kontinenten sowie internationale Produktionsstätten in der Schweiz, Polen, den USA, China und Indien.

WAGO Workplace Strategie Citrix

Während WAGO seine globale Präsenz immer weiter ausdehnt, wird die IT des Unternehmens weiterhin zentral von Minden aus gesteuert. „Den größten Teil unserer IT-Systeme – von CRM-Lösungen über die ERP-Software bis zu Logistikanwendungen – betreiben wir in zwei Rechenzentren hier an unserem Hauptsitz“, berichtet David Kreft, Leiter Systemmanagement, ServiceDesk und Windows Entwicklung bei WAGO. Zentral bereitgestellt werden auch alle wichtigen Client-Anwendungen: WAGO setzt bereits seit vielen Jahren auf Citrix-Technologie, um Geschäftsanwendungen wie Microsoft Office und SAP GUI den weltweit verteilten Mitarbeitern möglichst einfach zugänglich zu machen. Das Unternehmen hat dazu Citrix XenApp-Farmen in Deutschland, den USA und Japan aufgebaut und rund 80 Standard- und Fachanwendungen auf die zentralen Server verlagert. Bis zu 4.800 Mitarbeiter aus allen Bereichen des Unternehmens greifen heute gleichzeitig auf die Applikationen in der Citrix-Umgebung zu.

Desktop- und Anwendungsbereitstellung 2.0

Vor etwa zwei Jahren entstand bei WAGO der Plan, das Konzept der zentralen Anwendungsbereitstellung strategisch weiterzuentwickeln. „Die Grundidee der Initiative war, auch anspruchsvollere Anwendungen zu zentralisieren und mehr komplette Desktops für unsere Anwender über das Rechenzentrum zur Verfügung zu stellen“, sagt David Kreft. „Gleichzeitig wollten wir das Management der Infrastruktur und die Performance in Niederlassungen optimieren. Und schließlich hatten wir auch das Thema Mobility im Fokus: Wir müssen unseren Mitarbeitern heute auch auf Smartphones und Tablets einfachen Zugriff auf alle benötigten Daten und Anwendungen ermöglichen.“

Für die IT-Verantwortlichen bei WAGO stand schnell fest, dass die neue Strategie weiterhin mit Citrix-Technologien umgesetzt werden sollte. Mit der Workspace Suite bietet Citrix ein integriertes Lösungsangebot, um mobile Arbeitsplätze für IT-Anwender bereitzustellen. Neben den bewährten Technologien für Desktop- und Anwendungs-Virtualisierung ist mit XenMobile auch eine komplette Lösung für das Enterprise Mobility Management enthalten. Für WAGO war zudem das Zusammenspiel mit den Networking-Lösungen von Citrix interessant. Mit CloudBridge und NetScaler deckt Citrix auch Themen wie WAN-Optimierung, Load Balancing und sicheren Remote-Zugriff ab.

Bei der Planung und Umsetzung des Großprojekts wurde WAGO von dem IT-Beratungsunternehmen Makro Factory unterstützt. Entscheidend bei der Wahl des IT-Partners war nach Aussage von David Kreft zum einen die umfassende Citrix-Kompetenz in den Bereichen Virtualisierung, Mobility und Networking. „Zum anderen suchten wir gezielt nach einem Partner, der bereits Erfahrungen bei der Anbindung von Niederlassungen in China gesammelt hatte. Makro Factory konnte hier mehrere erfolgreiche Projekte nachweisen.“

Neue Workplace Strategie entlastet Administratoren

Im ersten Schritt brachten die Projektpartner die vorhandene Citrix-Umgebung auf einen aktuellen Stand. Die bestehenden XenApp-Serverfarmen wurden durch eine neue Infrastruktur auf Basis der FlexCast-Architektur von XenApp/XenDesktop 7.6 abgelöst. Damit ist WAGO heute in der Lage, virtuelle Desktops und virtuelle Applikationen über eine einheitliche Umgebung zu verwalten. Im Zuge der Migration wurde zudem die gesamte Server-Infrastruktur mit Hyber-V virtualisiert und das Zusammenspiel mit dem Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) optimiert.

In der Praxis ist dadurch für die Systemadministratoren das Management der Infrastruktur deutlich einfacher geworden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Provisioning-Technologie von Citrix. Alle virtuellen Maschinen in der XenApp/XenDesktop-Umgebung booten heute von standardisierten Images, die über die Citrix Provisioning Services auf die Server gestreamt werden. Neue Applikationen und Anwendungs-Updates müssen daher nur auf diesen Master-Images installiert werden. „Früher waren wir oft ein ganzes Wochenende damit beschäftigt, einen Releasewechsel auf XenApp-Server-Farm durchzuführen“, erinnert sich David Kreft. „Heute genügt ein Reboot, um alle virtuellen Maschinen auf einen einheitlichen, neuen Stand zu bringen. Wir sind damit auch in der Lage, wesentlich häufiger und kurzfristiger aktuelle Software-Releases für das Business bereitzustellen.“

Dank der technologischen Weiterentwicklung der Umgebung kann WAGO jetzt zudem auch Multimedia-Anwendungen und immer mehr komplette Benutzer-Desktops über das Rechenzentrum zur Verfügung stellen. An vielen Arbeitsplätzen – sowohl in der Verwaltung als auch in der Fertigung – werden daher keine Fat Client-PCs mehr benötigt. Stattdessen stellt WAGO dort schrittweise auf wartungsarme und stromsparende Thin Clients um.

In einem weiteren Projektschritt realisierten WAGO und Makro Factory eine Lösung für den sicheren Remote-Zugriff auf Anwendungen und Desktops. „Immer mehr Anwender benötigen heute auch außerhalb des Unternehmens Zugang zu Business-Anwendungen – von Vertriebsmitarbeitern bis zu externen Entwicklern, die mit uns an Softwareprojekten arbeiten“, berichtet David Kreft. „Mit der Unified-Gateway-Komponente von Citrix NetScaler können wir diese Anwender einfacher und sicher einbinden.“ Die Anmeldung am Netzwerk erfolgt über eine Web-Adresse, die durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt ist. NetScaler weist dem Anwender dann seine Applikationen mit den entsprechenden Nutzungsrechten zu und verschlüsselt die gesamte Kommunikation mit dem Rechenzentrum. „Das Remote-Zugriff funktioniert auch ohne Installation einer Client-Software über HTML5 und ist damit aus jeder Umgebung nutzbar“, erklärt Jörn Günther, Sales Director bei Makro Factory.

Neben dem Remote-Zugriff übernehmen die NetScaler-Appliances weitere Aufgaben im Rechenzentrum von WAGO. Die Application Delivery Controller sorgen unter anderem für das Load Balancing von zentralen Diensten wie Exchange-Servern und XenApp-/XenDesktop-Komponenten. Durch die intelligente Lastverteilung des Anwendungs-Traffics gewährleisten sie, dass diese Anwendungen auch beim Ausfall eines einzelnen Servers weiterhin zur Verfügung stehen – ganz wichtig für ein Fertigungsunternehmen, das rund um die Uhr produziert und daher auf ausfallsichere IT-Systeme angewiesen ist.

Mehr Freiheit für Anwender

Die Anwender bei WAGO profitieren im Alltag erheblich von den neuen Technologien für einen mobilen digitalen Arbeitsplatz. So hat die IT-Organisation beispielsweise mit Citrix ShareFile eine Lösung für den Austausch und die Synchronisation von Dokumenten zwischen verschiedenen Endgeräten eingeführt. „Unsere Vertriebsmitarbeiter haben so bei Kundenterminen immer eine virtuelle Aktentasche dabei, um beispielsweise mit dem Tablet auf aktuelle Kataloge und Produktinformationen zuzugreifen“, sagt David Kreft. „Durch die Outlook-Integration von ShareFile können sie dem Kunden noch während des Termins die gewünschten Dokumente in der jeweiligen Sprache zusenden. Statt Papierberge zu produzieren, pflegen wir alle Inhalte heute digital in einer zentralen Library.“

Für die Verwaltung der rund 700 firmeneigenen Tablets und 500 Smartphones nutzt WAGO künftig die Enterprise Mobility Management-Lösung Citrix XenMobile. Die IT-Organisation setzt damit auch hier auf ein ganzheitliches Konzept, das gemeinsam mit den Spezialisten von Makro Factory ausgearbeitet wurde. Bisher nutzte das Unternehmen Blackberry-Geräte als Smartphones und stattete zudem einige Mitarbeiter mit Apple iPads aus. Verwaltet wurden die Tablet-Rechner mit SAP Afaria sowie diversen Zusatzprodukten. Künftig stellt WAGO nur noch iOS-Geräte zur Verfügung und wickelt das gesamte Management von mobilen Endgeräten, Apps und Daten über die Citrix-Lösung ab.

Sehr aufwändig war für die IT-Organisation in der Vergangenheit vor allem das Testen der Applikationen, die auf den iPads genutzt wurden. In Zusammenarbeit mit TÜV TRUST IT überprüfte die IT-Organisation jede einzelne mobile App auf mögliche Sicherheitsrisiken, bevor diese zur Installation freigegeben wurden. Insgesamt wurden dabei über 400 unterschiedliche Anwendungen anhand von rund 70 Kriterien durchleuchtet.

Mit XenMobile entfällt dieser enorme Testaufwand. „Alle beruflichen Apps laufen künftig in geschützten Containern auf dem Endgerät und verbinden sich über Micro-VPNs mit dem Rechenzentrum“, erläutert David Kreft. „Es besteht daher kein Risiko mehr für unser Netzwerk, wenn Anwender selbständig Apps auf ihrem Endgerät installieren. Berufliche und private Daten und Inhalte sind durch XenMobile strikt voneinander getrennt.“

Business-Anforderungen schneller umsetzen

Eine Schlüsselkomponente der weiterentwickelten Workplace-Infrastruktur ist schließlich die WAN-Optimierungslösung Citrix CloudBridge. Sie sorgt dafür, dass auch die Mitarbeiter in weit entfernten Niederlassungen von WAGO performant mit den zentral bereitgestellten Anwendungen arbeiten können. Gemeinsam mit Makro Factory implementierte man die Lösung unter anderem für 3.00 Anwender in China. Die Caching- und Komprimierungstechnologien von CloudBridge bewirkten dort eine erhebliche Verbesserung der Anwendungs-Performance: Trotz einer Netzwerk-Latenz von 270 Millisekunden laufen alle benötigten Anwendungen heute verzögerungsfrei. Gleichzeitig konnte der Bandbreitenbedarf – je nach Anwendung – um 30 bis 40 Prozent reduziert werden.

„Mit den Citrix-Lösungen haben wir nicht nur die Voraussetzungen für sicheres und produktives Arbeiten von jedem beliebigen Ort geschaffen, sondern können auch wesentlich schneller auf neue Business-Anforderungen reagieren“, resümiert David Kreft. „Weitere Standorte anzubinden, Software-Updates firmenweit auszurollen oder neue IT-Anwendungen für die Fertigung bereitzustellen – alles das lässt sich heute mit deutlich weniger Aufwand als bisher realisieren. Wir wollen daher in Zukunft auch weitere Innovationen rund um den digitalen Arbeitsplatz mit Citrix-Technologien angehen – wie zum Beispiel die Virtualisierung unserer CAD-Anwendungen.“


Das Makro Factory Leistungsportfolio

Um reibungslose Workflows bei Ihnen zu implementieren, steht der Know-how-Ausbau im Fokus unserer täglichen Arbeit. Dabei investieren wir fortlaufende in die Entwicklung eines Rund-um-Leistungsportfolios und das Wissen unserer Mitarbeiter. Diese Berater, Entwickler, Techniker, Systemingenieure und weitere Spezialisten unterstützen Sie bei Ihren IT-Projekten von der Strategieentwicklung über die Beratung bis hin zur finalen Umsetzung. Auf unserem Fundament aus Know-how und Ressourcen aufbauend, stehen die IT-Analyse, IT-Strategie sowie IT-Compliance im Vordergrund. Profitieren Sie von einem breiten Spektrum aus Enterprise Mobility, End-User- und Data Center Computing sowie Security und Network.

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