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Studie: Die Digitalisierung des Mittelstandes muss weiter vorangebracht werden

von Melanie Schrandt (Kommentare: 0)

Im gerade erschienenen Digitalisierungsbericht Mittelstand für 2018 warnt die KfW vor den geringen Digitalisierungsbemühungen der Kleinunternehmen in Deutschland. Zwar ist der Anteil der Digitalisierer im Mittelstand in den letzten drei Jahren um rund 4 Prozentpunkte auf 30 % gestiegen, gleichzeitig tut sich aber zwischen kleinen und großen Mittelständlern eine größer werdende Kluft auf. „Dies gibt Anlass zur Sorge, dass sich eine Spaltung des Mittelstands in große, stark digitalisierte Unternehmen und kleine, bei der Digitalisierung abgehängte Unternehmen entwickeln könnte.“1

Große Mittelständler investieren etwa 24 Mal mehr in ihre Digitalisierung als kleine Mittelständler

Dies ist vor dem Hintergrund, dass 81 % aller mittelständischen Betriebe in die Kategorie Kleinbetrieb (unter 50 Mitarbeiter) fallen, besonders besorgniserregend. Eine Folge könnte die Spaltung des Mittelstandes mit negativen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der kleineren Betrieben sein.

2017 investierte der deutsche Mittelstand insgesamt nur 15 Milliarden Euro in die Digitalisierung. Am häufigsten handelte es sich dabei um:

  • Vorhaben zur Digitalisierung des Kontakts zu Kunden und Zulieferern
  • Erneuerung von IT- Strukturen und der Einsatz neuer Anwendungen
  • Aufbau von Digitalisierungs-Know-how

Internationale Vergleiche zeigen: Deutschland nimmt bei der Digitalisierung nur eine Position im Mittelfeld ein.

Im Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL des BMWi rangiert Deutschland unter den zehn wichtigsten Standorten weltweit auf Rang fünf. Der Report stellt zudem fest, dass Deutschland „keine ausgeprägten digitalisierungs-spezifischen Stärken aufweist.“1

Tatsächlich nutzt zwar die Hälfte aller mittelständischen Unternehmen einzelne Anwendungen digital vernetzter Information und Kommunikation, aber nur gut ein Viertel dieser Unternehmen verfügt über eine Digitalisierungsstrategie. Ein Drittel der Mittelständler seien sogar "ausgesprochene Nachzügler", mit unterdurchschnittlicher Nutzung von selbst grundlegenden digitalen Anwendungen.


Eine gute Digitalisierungsstrategie ist ein integraler Bestandteil der Innovationsprozesse eines Unternehmens und gilt als zentraler Treiber für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

Dabei konnten in der Studie neben der Unternehmensgröße verschiedene Faktoren identifiziert werden, die die Digitalisierung eines Unternehmens vorantreiben:

Mitarbeiter mit hohen Bildungsabschlüssen
Unternehmen, die Hochschulabsolventen beschäftigen, bauen die Digitalisierung ihres Unternehmens rund zwei Drittel häufiger aus. Akademiker treiben so in besonderem Maße die Innovationstätigkeit voran.

Intensiver Wettbewerb
Der Anteil der Digitalisierer steigt mit der regionalen Ausdehnung des Absatzmarktes. Die Unternehmen stehen hier meist in einem intensiveren Wettbewerb und sind so in besonderem Maße auf Effizienz und Innovation angewiesen. Überregionale und internationale Präsenzen bieten außerdem eine zusätzliche Quelle für Wissen und Inspiration.

Eigene Forschung und Entwicklung (FuE)
Unternehmen mit eigener FuE sind Vorreiter bei der Digitalisierung. Sie führen Digitalisierungsvorhaben mehr als doppelt so häufig durch wie Unternehmen ohne FuE.


Die KfW urteilt: „In Anbetracht der hohen Bedeutung, die der Digitalisierung für die Wettbewerbsfähigkeit und das Wirtschaftswachstum beigemessen wird, muss die Digitalisierung des Mittelstands weiter vorangebracht werden. Ansatzpunkte der Wirtschaftspolitik bilden die zentralen Digitalisierungshemmnisse, wie unzureichende IT-Kompetenzen, die mangelnde Qualität der Internetverbindung, Probleme bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation oder ungelöste Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes. Darüber hinaus stellen Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben sowie das Aufzeigen von Nutzen und Möglichkeiten der Digitalisierung wichtige Ansatzpunkte."1

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Erfahren Sie hier mehr: 


 Quelle: Zimmermann (2019): KfW-Digitalisierungsbericht 2018, KfW Research


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